Verbände legen Entwurf für FTS-Schnittstelle vor

Die Anzahl der Materialtransporte wird sich Experten zufolge erhöhen, während die Fabrikfläche nicht wachsen wird. Für diese Feinabstimmung auf engstem Raum böten FTS sehr gute Voraussetzungen. (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Um die Vernetzung von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) voranzutreiben, arbeiten FTS-Nutzer und -Hersteller seit geraumer Zeit an der Entwicklung einer neuen Schnittstelle. Die Vorarbeiten zum ersten Meilenstein des Projekts, das der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik koordinieren, befinden sich nun in der finalen Phase. Der Entwurf ist unter der Bezeichnung VDA 5050 online verfügbar.

Interessierte können den Verbänden Feedback geben und bis zum 16. November begründete Stellungnahmen zusenden. Ansprechpartner beim VDA ist Robert Cameron, beim VDMA ist es Andreas Scherb.

Über die neue Schnittstelle sollen FTS und Steuerungssoftware herstellerunabhängig miteinander kommunizieren können. Damit könnten verschiedenste Fahrzeuge, unabhängig von Typ, Fähigkeiten oder genutzter Technik, in ein gemeinsames System integriert werden und im Rahmen komplexer Prozesse zusammenarbeiten.

In allen Planungsszenarien zu automatisierten und vernetzten Fabriken spielen FTS den Verbänden zufolge eine maßgebliche Rolle. Der Trend hin zu hochindividualisierten Produkten erfordere sowohl bei der Planung der Produktionsstationen als auch bei der Organisation der Materialversorgung neue Ansätze. Die Anzahl der Materialtransporte wird sich laut Verbänden erhöhen, während die Fabrikfläche nicht wachsen wird. Für diese Feinabstimmung auf engstem Raum böten FTS sehr gute Voraussetzungen, heißt es. (cs)

Über die DVZ Redaktion 334 Artikel
Internationale Fachzeitung für Logistik und Transport, Verkehrspolitik und -wirtschaft, Spedition, Lagerei, Umschlag, Industrie und Handel.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*