Zusammenarbeit zählt: CLI ist neuer Partner des Digital Hub Logistics

Foto: Digital Hub Logistics

9 von 10 Unternehmen, die Waren transportieren, arbeiten nicht mit Start-Ups zusammen. Das hat eine aktuelle Bitkom Studie herausgefunden. Dabei sind es doch gerade Start-Ups, welche die digitalen Technologien federführend entwickeln, testen und vorantreiben. Durch sie lassen sich nicht nur Kosten sparen, sondern auch der ökonomische Fußabdruck verkleinern. Was hindert Unternehmen also mit Start-Ups zusammenzuarbeiten? Etablierte Unternehmen und Start-Ups müssen sich austauschen und vernetzen.

Eine Zusammenarbeit von Start-Ups und etablierten Logistikunternehmen ist ein Profit von beiden Seiten. Jedoch hat sich der Anteil von Etablierten, die den Neustartern eine Chance geben seit zwei Jahren nicht verändert. Gerade einmal 3 Prozent der Unternehmen mit Logistikprozessen haben angegeben, dass sie zusammen mit Startups neue Produkte bzw. Dienstleistungen im Logistikbereich entwickeln. 2017 waren es sogar noch ein Prozent mehr. Nur 2 Prozent beteiligen sich finanziell. Die meisten Unternehmen kooperieren nur mit Start-Ups im Rahmen von Gründerwettbewerben.

Für die Studie befragte der Digitalverband Bitkom 514 Unternehmen mit Logistikprozessen ab 50 Mitarbeitern  telefonisch,  über alle Branchen hinweg.

In der Gesamtwirtschaft arbeiten ungefähr 11 Prozent der Unternehmen ab 20 Mitarbeiter gemeinsam mit Startups an neuen Produkte und Dienstleistungen, wie aus einer anderen repräsentativen Bitkom Studie hervorgeht. Die Zurückhaltung der Logistikunternehmen liegt keinesfalls an den schlechten Ideen oder utopischen Konzepten der Start-Ups. Oft  ist die digitale Transformation selbst das Problem. Sie verlaufe zu komplex und theoretisch, findet Rolf Stukenbrock, CIO der Compass Logistics International GmbH.

Start-Ups und etablierte Unternehmen bräuchten ein „Kochbuch“ mit Praxisfällen und Anwendungsbeispielen für eine gelingende Zusammenarbeit findet Johannes Berg, Gründer des Digital Hub Logistics in Hamburg. An so einem Kochbuch arbeitet er momentan.

Das beste Rezept bisher ist und bleibt jedoch der offene Dialog mit- und untereinander. Darum ist die Logistikgruppe CIO nun neuer Kooperationspartner des Hamburger Digital Logistics Hub, eine Dialog-Plattform der Logistikindustrie. Dort können Start-Ups, mittelständische Unternehmen und Konzerne zusammenkommen, sich vernetzen und konkrete Pilot- oder Projektideen miteinander diskutieren. Mittlerweile zählen 40 Start-Ups und 23 Partnerunternehmen zu dem 2017 gegründeten Netzwerk. (ds)

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