„Die Logistikbranche hat kein gutes Image“

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Leonard Lüneburg, Bejta Jahic, Niklas Rodemer, Franziska Niedermair und Melina Duschl schätzen die Logistikbranche vor allem für ihre Zukunftssicherheit und die vielfältigen Aufgabenfelder. Problematisch sehen sie dagegen ihr schlechtes Image – hier sollte mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, fordern die Azubis von Reichhart Logistik.

Welche Herausforderungen und Lösungsansätze sehen Deutschlands Logistik-Azubis in der Coronakrise? Was fasziniert die Nachwuchs-Logistiker an der Branche? Und wie wirkt sich die Coronapandemie konkret auf ihre Ausbildung aus? Die DVZ hat bei über 40 Auszubildenden aus 11 Logistikunternehmen nachgefragt.

DVZ: Warum habt Ihr Euch für die Ausbildung in der Logistikbranche entschieden? Wie seid ihr auf die Branche aufmerksam geworden?

Die Logistik ist eine zukunftssichere Branche und bietet vielfältige Aufgabenfelder. Da ist für jede und jeden was dabei. Wir Auszubildende in Gilching wollten alle etwas Kaufmännisches bzw. IT-lastiges machen und arbeiten daher in der Zentrale bei Reichhart Logistik.

Was macht euch an der Ausbildung besonders viel Spaß?

Besonders gut gefallen uns der abwechslungsreiche Arbeitsalltag und das Kennenlernen verschiedener Abteilungen. So bekommen wir verschiedene Einblicke und können nach der Ausbildung auf ein umfangreiches Lernfeld zurückgreifen. Bei Reichhart schätzen wir außerdem die moderne Unternehmenskultur, das gemeinsame Miteinander und die Zusammenarbeit. 

Welche Verbesserungsvorschläge habt ihr?

Wir durchlaufen die Abteilungen aktuell für jeweils sechs Monate. Damit bekommen wir über die gesamte Ausbildungszeit hinweg Einblicke in viele, aber nicht in alle Bereiche. Wenn der Aufenthalt pro Abteilung auf vier Monate gekürzt werden würde, könnten weitestgehend alle Abteilungen durchlaufen und noch umfassendere Einblicke gewonnen werden. Das fänden wir super!

Außerdem hat die Logistikbranche kein gutes Image. Das merken wir, wenn wir im Freundeskreis darüber sprechen. Hier sollte mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden, denn die Logistik bietet Möglichkeiten für verschiedene Interessenfelder, was in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist.

Wie hat sich die Coronapandemie auf Eure Ausbildung ausgewirkt?

Für uns war das Thema Home-Office komplett neu. Zunächst haben wir in den jeweiligen Abteilungen hin und wieder nur mitbekommen, dass Kollegen und Kolleginnen im von zu Hause aus arbeiten, wir Auszubildenden waren zu dem Zeitpunkt aber noch  im Büro. Das war dann schon eine Umstellung: Man muss sich selbst besser organisieren und eigenständiger arbeiten. Darauf legt Reichhart wert. Wir wurden bei der Umstellung aber sehr gut begleitet und haben uns schnell daran gewöhnt. Der Kontakt und die Betreuung finden weiterhin statt, nur eben durch die Kamera.

Wie geht es nach der Ausbildung für euch weiter?

Wir würden uns alle freuen, wenn es mit einer Übernahme bei Reichhart klappt!

 Bildinfo: Leonard Lüneburg, Bejta Jahic, Niklas Rodemer (hintere Reihe, v.l.n.r.) und Franziska Niedermair und Melina Duschl (vordere Reihe, v.l.n.r.). (Foto: Reichhart Logistik)

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